Tarifvertrag ngg vergütung

Die Beziehungen zwischen den Verhandlungsparteien in der Branche beschränken sich weitgehend auf die klassischen Fragen der Bezahlung und Arbeitszeit. Die institutionalisierte Zusammenarbeit – sei es in Form von Tarifverhandlungen oder in Form von Betriebsräten – ist begrenzt. Die neue Vereinbarung enthält eine Klausel, die den Artikel im Arbeitsgesetzbuch aufhebt, der es einem Arbeitgeber erlaubt, einen Arbeitnehmer ohne gerechten Grund zu entlassen, indem er eine Entschädigung zahlt. Jede Entlassung muss in der Gemeinsamen Union-Verwaltungskommission analysiert und diskutiert werden. Die Arbeitsbeziehungen im HORECA-Sektor zeichnen sich dadurch aus, dass die institutionalisierte Zusammenarbeit – sei es in Form von Tarifverhandlungen oder in Form von Betriebsräten – begrenzt ist. Während fast die Hälfte der Beschäftigten tarifgebunden sind, arbeitet nur eine kleine Minderheit der Arbeitnehmer in Betrieben, in denen ein Betriebsrat niedergelassen ist. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass viele Arbeitsplätze klein sind und die Erwerbsbevölkerung stark fragmentiert ist. Dies macht es für die Gewerkschaft besonders schwierig, eine nachhaltige Präsenz in einer großen Zahl von Betrieben aufzubauen. Der mit Abstand größte Arbeitgeber- und Gewerbeverein ist die DEHOGA, die kleine und mittlere Unternehmen vertritt, von denen sich in den letzten Jahren eine unbekannte, aber vermutlich wachsende Zahl entschieden hat, sich aus den sektoralen Tarifverhandlungen zurückzunehmen. Der sektorale Dialog zwischen den Verhandlungsparteien ist begrenzt und durch deutliche Unterschiede zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern in einigen Kernfragen gekennzeichnet, insbesondere bei geringfügigen Teilzeitarbeitsplätzen, niedrigen Löhnen und der Einführung von Mindestlöhnen. Zwischen der NGG und den regionalen Organisationen der DEHOGA werden Tarifverträge auf sektoraler Ebene geschlossen. In 10 der 18 regionalen Organisationen der DEHOGA ist ein sogenannter OT-Status erlaubt.

Der sogenannte OT-Mitgliedschaftsstatus bedeutet, dass Arbeitgeber Mitglieder der Regionalorganisation deHOGA sein können, ohne eine verbindliche Verpflichtung zu den abgeschlossenen Tarifverträgen zu haben (OT ist das Akronym für Ohne Tarifbindung). In der Gastronomie schließen NGG und BdS sektorale Vereinbarungen auf nationaler Ebene ab. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) ist der Dachverband von 17 DEHOGA-Organisationen auf Länderebene und drei erblichen Arbeitgeberverbänden aus der Hotellerie, Autobahnrestaurants und internationalen Caterern. Bei den Systemen der Gastronomie gibt es einige Überschneidungen mit dem BdS, wie unten erwähnt. DEHOGA (nationale Ebene) vertritt etwa 75.000 Mitgliedsunternehmen. Es ist nicht möglich, Fakten über die Anzahl der erfassten Mitarbeiter oder den Mitgliederanteil von Unternehmen in allen Unternehmen zu liefern. Selbstbeschäftigte, die ein kleines Unternehmen besitzen, können Mitglieder der DEHOGA werden. Die Mitgliedschaft findet in einer der 17 regionalen DEHOGA-Organisationen statt. Sie sind nicht gewerkschaftlich organisiert und daher nicht tarifgebunden. Im Zusammenhang mit dem Nestlé-Globalprojekt NBE (Nestlé Business Excellence) hat die Deutsche Lebensmittelgewerkschaft NGG einen Tarifvertrag über Verfahren und Maßnahmen bei Änderungen der Arbeitsbedingungen oder Arbeitsplatzverlusten ausgehandelt. Der erneuerte Tarifvertrag, der am 1. Mai in Kraft getreten ist, sieht vor, dass die Zeitpläne in den letzten zwei Wochen ohne Zustimmung des Arbeitnehmers nicht mehr geändert werden können.

Und wenn dies der Fall ist, ist eine erhebliche Entschädigung vorgesehen. Dieser Tarifvertrag, der alle Nestlé-Geschäfte in Deutschland abdeckt, schützt die Rechte und Interessen der von der Umsetzung von NBE betroffenen Arbeitnehmer. Angesichts der Gesundheitskrise, die durch die Epidemieausbreitung von Covid 19 und die anschließenden Einschließungsmaßnahmen verursacht wurde, sind die wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Auswirkungen schwerwiegend. Sozialpartner und Gewerkschaften in den OECD-Ländern geben Antworten, Vereinbarungen und Aufrufe zum Handeln ab.